Das neue Informationszentrum auf der Mathildenhöhe wird zum Markstein der international bedeutenden Geschichte der Darmstädter Künstlerkolonie. Wie selbstverständlich positioniert sich der formal reduzierte Neubau, in Form von drei übereinander gestapelten gläsernen Pavillons, in der wunderschönen Parkanlage des Osthanges. In seiner Ausrichtung nimmt das Informationszentrum die Flucht des historischen Ausstellungsgebäudes auf und sucht eine neutrale Mitte im Stadtgefüge zwischen Olbrichweg und Ateliergebäude. Die Eingangsebene des viergeschossigen Informationszentrum ist offen und einladend gestaltet, ein Ort zum Ankommen, um sich zu informieren, aber auch ein idealer Ort zum Verweilen. Über den Windfang betritt man das Foyer, vorbei an Kasse und Shop gelangt man in das einladende und helle Café des Informationszentrums. Den Ankommenden bieten sich hier beeindruckende Blicke vom dicht begrünten Park des Osthanges bis hin zum Ateliergebäude und dessen Garten. Über eine großzügige, zentrale Wendeltreppe und einen Personenaufzug gelangen die Besucher in die direkt darüber liegende Ausstellungsebene. Über zwei exzentrisch versetzte Treppenhauskerne wird man in die oberste Ebene mit dem Seminar- und Veranstaltungsbereich geführt. Auch hier ermöglicht die Transparenz des dreigeschossigen, gläsernen Pavillons wunderschöne Ausblicke in alle vier Himmelsrichtungen. Die Garderoben und Sanitäranlagen für die Besucher befinden sich im Untergeschoss, ebenso wie die erforderlichen Technik- und Lagerräume. Der insgesamt 4-geschossige Neubau besteht in seiner Grundstruktur aus drei oberirdischen Geschossen und einem Untergeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich neben der Besucherinformation ein kleiner Shop und ein kleines Bistro im 1. Obergeschoss befindet sich eine Ausstellungsfläche, im 2. Obergeschoss ist ein Vortragsraum sowie die Mitarbeiterbüros vorgesehen. Die Erschließung erfolgt über zwei diagonal gegenüberliegend, angeordnete Treppenhäuser wobei an das westliche Treppenhaus auch ein Aufzug angeschlossen ist. Das Erdgeschoss ist zusätzlich über eine mittig angeordnete, gewendelte Freitreppe mit dem 1. Obergeschossverbunden. Das Fußbodenniveau EG (+174,50 mNHN) wird als Baunull festgelegt. Gebäudekennwerte: Gebäudeklasse: GK 5 NGF (in m2): 1525 m2 BGF (in m2): 1887 m2 BRI (in m3): 7998 m3
Das Bauwerk wird als Stahlbetonkonstruktion mit einer Ortbeton-Sichtbetonfassade erstellt. Um eine größtmögliche freie Fläche in den einzelnen Geschossen zu erhalten, beschränken sich die vertikalen Bauteile auf die beiden diagonal gegenüberliegend angeordneten Treppenhäuser und zwei jeweils über Eck in der anderen diagonalen angeordnete Stützenpaare. Die Obergeschosse „wachsen“ jeweils um 20 cm je Richtung, sind also jeweils größer als das drunter liegende Geschoss. Resultierend aus den nach oben hin größer werdenden Grundrissen, weisen die Stützenstränge ein entsprechender geschossweiser Versatz auf, da der Abstand der Stützen zur Gebäudeecke in den Geschossen immer der gleichen bleibt. Das Untergeschoss hat auf der westlichen und nördlichen Seite jeweils eine unterirdische Ausdehnung gegenüber dem Erdgeschoss. Hier sind im Westen die Sanitärbereiche und im Norden Abstellräume und TGA untergebracht. Im mittleren Teil des Untergeschosses befindet sich in einem, um ca. 1,20 m abgesenkten Bereich für die Haustechnikzentrale. Der mehrgeschossige Bau wird als in sich fugenlose Stahlbetonkonstruktion ausgebildet und bestehen im Wesentlichen aus den folgenden Konstruktionselementen: - Flachdecken aus Stahlbeton - Erschließungskernen aus Stahlbeton - Grundfeste Stahlbeton Stützen Der Lastabtrag erfolgt horizontal über die Stahlbetondecken und vertikal über die grundfesten Stützen und Wände. Die Erschließungskerne mit Aufzug und Treppenhäusern gewährleisten den direkten Abtrag der Horizontallasten aus Wind, Erdbeben und Exzentrizität und somit die Aussteifung des Gebäudes. Aufgrund der großen Spannweiten der oberen Geschossdecken werden, in den Bereichen, wo es die Statik zulässt, Hohlkörper (Cobiax) in die bis zu 50 cm dicken Geschossdecken integriert, um auf der einen Seite das Eigengewicht zu reduzieren und auf der anderen Seite die Deckendurchbiegung zu minimieren. Die Ausbildung der Gründung erfolgt als Plattengründung. Auf Grund der Lastkonzentration im Bereich der Stützen, erfolgt die Gründung hier auf Einzelfundamenten, welche in die Bodenplatte integriert sind. Im Bereich der Treppenhäuser wird die Bodenplatte entsprechend den statischen Erfordernissen stärker ausgebildet. Kurzzusammenfassung mit den Hauptpositionen: - Alle zur Rohbauerstellung benötigten Baustelleneinrichtungen sind teil des Leistungsumfangs (Sanitäranlagen und Sicherungsmaßnahmen erfolgen bauseits). - Erdarbeiten in geringem Umfang: Herstellen Mediengräben und Schachtgruben: ca. 85,5 m3 Mediengräben verfüllen: ca. 115,02 m3 Rückbau Böschungssicherung Spritzbeton, bis ca. 1m u. GEL: 39 m2 Arbeitsraumverfüllung Dränbeton: 59 m3 Arbeitsraumverfüllung Kiessand: 360 m3 - Außenwände/Fassade: Die tragenden Struktur des Besucherzentrums wird von einer, vorgehängten eingefärbten Ortbeton Sichtbetonfassade verkleidet, welche anschließend scharriert wird. WU-Betonaußenwände teilw. eingefärbter Beton UG: ca. 330 m2 Innere Tragschale Außenwände Sichtbeton SB 4: ca. 73 m2 Innere Tragschale Stützen Sichtbeton SB 4: ca. 70 m3 Kerndämmung aus Schaumglas: ca. 360 m2 Äußere Sichtschale Außenwände Sichtbeton SB 4: ca. 85 m2 Äußere Sichtschale Stützen und umlaufende Randbalken Sichtbeton SB 4: ca. 75 m3 Scharrierte Sichtbetonfassadenflächen: ca. 460 m2 - Gründung: Bodenplatte mit Bodenplattenverstärkungen WU-Beton: ca. 200 m3 - Dach: Ortbeton Hohlkörper-Dach-Deckenplatte: ca. 418 m2 - Geschossdecken: Ortbeton Hohlkörper-Deckenplatten: 697 m2 Ortbetondeckenplatte d 20-25cm: 341 m2 - Innenwände: Stahlbetoninnenwände teilw. eingefärbt und SB 4: ca.387 m2 Stahlbetoninnenwände als Schachtwände eingefärbt und SB 4: ca.536 m2 - Betoneinlegearbeiten sowie Grundleitungsarbeiten unterhalb der Bodenplatte, Leitungsarbeiten innerhalb der Geschossdecke, Grundleitungsarbeiten im Außenbereich, Herstellen Retentionszisterne, Herstellen Versickerungsanlage und Herstellen einer Drainage Ausführungsfrist: Beginn: 12 WT nach Aufforderung. Fertigstellung: innerhalb von 14 Monaten
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.