Die Stadt Moers beabsichtigt, in Verbindung mit der Sanierung des denkmalgeschützten Weißen Hauses, des Terheydenhauses und dem Abriss des baulich anschließenden parlamentarischen Traktes einen Anbau als neue Spielstätte für das Neue Schlosstheaters Moers zu realisieren. Das Weiße Haus ist ein Gebäude aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, in dem ursprünglich eine "Nervenheilanstalt" untergebracht war. In den Jahren nach 1960 wurden zur Ergänzung des damaligen Kreishauses ein Sitzungssaal und Büros angebaut. Das Haus selbst steht seit 1991 unter Denkmalschutz. Das Weiße Haus liegt am Kastellplatz in Moers und bildet mit dem Moerser Schloss mit seinem baulichen Ursprung im Jahr 1200 und dem Terheydenhaus, welches in etwa Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, eine erhaltenswerte und repräsentative Platzsituation. Das für den Um- und Neubau zur Verfügung stehende Grundstück beträgt in etwa 2.500 m². Derzeit liegt die bebaute Grundfläche bei etwa 800 m². Hinzu kommt die nutzbare Fläche des Terheydenhauses. Ziel des Wettbewerbs ist die Entwicklung eines architektonischen Entwurfs, der die funktionalen Anforderungen eines modernen Theaterbetriebs erfüllt und zugleich gestalterisch, ökologisch sowie städtebaulich überzeugt. Im Rahmen des Wettbewerbs soll ein Theaterraum mit rund 150 Zuschauerplätzen geschaffen werden, der den heutigen Ansprüchen gerecht wird. Zentraler Bestandteil der Aufgabe ist die Einbindung des neuen Schlosstheaters in die bestehende Kultur- und Bildungsmeile am Kastellplatz. Das Projekt soll als Impulsgeber für die Weiterentwicklung des Quartiers wirken und neue Synergien zwischen Kultur, Bildung und Stadtgesellschaft ermöglichen. Nicht zuletzt ist der denkmalgeschützte Bestand des "Weißen Hauses" sowie des Terheydenhauses umzubauen und in die neue Nutzung zu integrieren. Der respektvolle Umgang mit den historischen Gebäuden bildet dabei die Grundlage für eine gelungene Verbindung von Alt und Neu. Es wird beabsichtigt, das neue Theater nach BNB Vario im Silber-Standard zertifizieren zu lassen. Das Wettbewerbsgebiet am Kastellplatz im Zentrum von Moers liegt in unmittelbarer Nähe zum historischen Moerser Schloss und ist Teil der sogenannten Kultur- und Bildungsmeile, die sich entlang des Kastellplatzes entwickelt. Die Lage im Stadtzentrum bietet eine gute Anbindung an den öffentlichen Raum und ermöglicht eine stärkere Vernetzung mit kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Der Wettbewerb wird als einphasiger, nichtoffener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren nach RPW 2013 und anschließendem Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 14 (4) Pkt. 8 VgV ausgeschrieben. Das Wettbewerbsverfahren ist anonym. Für den Wettbewerb gelten außerdem die entsprechenden Bestimmungen der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV), insbesondere §§ 69 ff., §§ 78 ff. VgV, sowie das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), da der zu Beginn des Wettbewerbs geltende EU-Schwellenwert für Liefer- und Dienstleistungsaufträge von 216.000 EUR netto überschritten wird. Die Wettbewerbssprache ist deutsch. Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen sowie die Ingenieurkammer Bau NRW haben an der Vorbereitung des Wettbewerbs mitgewirkt und Kenntnis vom Inhalt der Auslobung und den Wettbewerbsbedingungen erhalten. Der Wettbewerb wird bis zum Versand der Auslobung bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen registriert. Die Ausloberin, die Preisgerichtsmitglieder, die Teilnehmenden, die Sachverständigen und Berater sowie die Vorprüfer erkennen durch die Teilnahme die Verfahrensbedingungen und -inhalte als verbindlich an. ___________________________________________________________________ Weitere Informationen können auch dem Bewerbermemorandum (siehe Vergabeunterlagen) entnommen werden. Hier finden sich auch alle nötigen Informationen zu z.B. Beurteilungskriterien des Preisgerichts, Terminen, Preisgericht und Wettbewerbssumme, sofern diese in dieser Bekanntmachung nicht dargestellt werden. ___________________________________________________________________ Der Wettbewerb richtet sich an Architekten oder Innenarchitekten (mit uneingeschränkter Bauvorlageberechtigung). Hinweis: Den Teilnehmenden wird dringend empfohlen, sich durch Fachplaner für Technische Ausrüstung bzw. Bauphysik beraten zu lassen. Die Beratungsleistung ist bei der Preisgeldberechnung berücksichtigt worden. ___________________________________________________________________ Im Anschluss an den Planungswettbewerb erfolgt die Vergabe der Planungsleistungen im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb nach § 14 Abs. 4 Pkt. 8 VgV. Die Ausloberin erklärt, soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert wird, im Anwendungsbereich der VgV zu verhandeln. ___________________________________________________________________ Teilnehmer am Verhandlungsverfahren ist zunächst der 1. Preisträger. Sollte mit dem 1. Preisträger keine Einigung erzielt werden, behält sich die Ausloberin Verhandlungen mit allen Preisträgern vor. Teilnehmer sind dann alle Preisträger, wie sie in der Verfassererklärung benannt wurden. Bei Bewerbergemeinschaften werden alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft beauftragt. ___________________________________________________________________ Im Rahmen des o.g. Verhandlungsverfahrens sollen die folgenden Leistungen vergeben werden: a) Objektplanung Gebäude und Innenräume nach § 34 HOAI (Honorarzone IV). Es werden mindestens die Planungsleistungen bis zum Abschluss der Leistungsphase 5 (Ausführungsplanung) vergeben, sofern kein wichtiger Grund der Beauftragung entgegensteht. Die auslobende Stelle behält sich die Beauftragung der weiteren Leistungsphasen vor. Die Vergabe der Leistungen ist in Form eines Stufenvertrags vorgesehen (Stufe 1: Lph 1-3; Stufe 2: Lph 4-5; Stufe 3: Lph 6-8; Stufe 4: LP 9). Die Ausloberin wird zu den Verhandlungen gemäß § 80 Abs. 1 VgV die Vorlage weiterer zum Nachweis der Eignung zur Teilnahme an dem Verhandlungsverfahren und zur Ausführung des Planungsauftrags erforderlicher Unterlagen verlangen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Die Vergabeunterlagen konnten nicht automatisch geladen werden. Du findest sie direkt beim Auftraggeber.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.