Der Wettbewerb wird als nichtoffener, einstufiger hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit Ideenanteil gemäß RPW 2013 im Rahmen eines VgV-Verfahrens durchgeführt. | Die Auslobung hat der Architektenkammer Niedersachsen vorgelegen; diese hat die Übereinstimmung mit den Richtlinien bestätigt bzw. den Abweichungen zugestimmt und den Wettbewerb unter der Nummer 215-32-25/03 registriert. | Einsendeschluss Bewerbungen 22.03.2025 | Ausgabe der Unterlagen 06.05.2025 | Digitales Kolloquium 22.05.2025 | Abgabe der Wettbewerbsarbeiten 29.07.2025 | Abgabe der Modelle 12.08.2025 | Preisgerichtssitzung 02.10.2025 | Ausstellung (voraussichtlich): 13.10.2025 | Rechtsgrundlage: Richtlinie 2014/24/EU VgV - Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge - Deutsch RPW 2013 - Richtlinie für Planungswettbewerbe - Deutsch
Die Innenstadt in Delmenhorst war bis zur Jahrtausendwende aufgrund seiner attraktiven Laden- und Geschäftsstruktur stark frequentiert. Der immer stärker werdende Einzug des Internets in das Leben der Gesellschaft und somit auch die zunehmende Nutzung des Onlinehandels haben deutliche Auswirkungen auf die Innenstädte, auch in Delmenhorst. Die Lange Straße ist das Hauptgeschäftszentrum der Delmenhorster Innenstadt und von zunehmendem Leerstand betroffen. Die größte Leerstandfläche in der Innenstadt war das ehemalige Karstadt Gebäude (später Hertie). Da Revitalisierungsversuche erfolglos blieben, entschied die Stadt Delmenhorst, das ehemalige Kaufhaus zurückzubauen und die Baulücke neu zu besetzten. Auf der nun entstandenen, ca. 2.900 m² großen Freifläche soll eine Außenstelle der berufsbildenden Schule BBS II Kerschensteiner Schule untergebracht werden (Realisierungsteil) und ein oder mehrere Wohn- und Geschäftshäuser entstehen (Ideenteil). In der Außenstelle BBS II Kerschensteiner Schule Standort Lange Straße sollen die Abteilungen Hauswirtschaft/Gastronomie, Pflege und Sozialpädagogik integriert werden. Zusätzlich ist noch die Nutzung durch externe Nutzergruppen vorzusehen, wie z.B die VHS. Sowohl soll es ein Angebot über feste Anmeldungen und Kurse externer Benutzergruppen geben als auch Passant:innen spontan zum Verweilen einladen. Diese unterschiedlichen Nutzergruppen erfordern eine abgestufte innere Strukturierung in öffentlich zugängliche und nicht zugängliche Bereiche, um einen einwandfreien Ablauf zu gewährleisten. Die mannigfaltigen Angebote des neu entstehenden Gebäudes sollen vielfältige Nutzergruppen ansprechen, einen neuen Anziehungspunkt in der Innenstadt schaffen und somit die Innenstadt, auch insgesamt wieder stärker beleben. Westlich der BBS II Kerschensteiner Schule Standort Lange Straße ist ein oder mehrere Wohn-und Geschäftshäuser geplant. Innerhalb dieses Ideenteils sollen Vorschläge zur städtebaulichen Kubatur gefunden werden. Die Kubatur soll sich in die direkte umliegende Bebauung einfügen und sowohl den Bestand als auch die Schule ergänzen. Zwischen der Schule und dem / der Wohn- und Geschäftshäuser soll eine Passage entstehen die als öffentlichen Raum eine besonders hohe Aufenthaltsqualität erhalten soll. Ziel des Wettbewerbes ist die Schaffung eines lebendigen Ortes in der Innenstadt von Delmenhorst. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, plant die Stadt Delmenhorst einen Neubau einer berufsbildenden Schule. Für den Bau der Schule sind die Nettoherstellungskosten (KG 300 und 400) mit ca. 7,51 Mio. EUR (BKI 2024, 1.Quartal 2025) zzgl. MwSt. veranschlagt. Mit dem Verfahren eines Realisierungswettbewerbs soll auf der Grundlage der Wettbewerbsergebnisse die sowohl beste architektonische als auch funktionale und wirtschaftliche Lösung für den zu realisierenden Schulneubau und über den Ideenteil eine städtebauliche Ergänzung und Abrundung zum Schulneubau gefunden werden. ||||| Mitglieder der Jury | Stimmberechtigte Fachpreisrichter:innen: Prof. Dr. Volker Droste, Architekt; Karin Kellner, Architektin und Stadtplanerin; Oliver Platz, Architekt; Kirsten Bartels, Architektin; Eike Harant, Architekt; Beate Burhoff, Architektin | Stellvertretende Fachpreisrichter:innen: Michael Frenz, Architekt; Marc Matzken, Architekt | Stimmberechtigte Sachpreisrichter:innen: Petra Gerlach, Oberbürgermeisterin; Theo Dworak, Stadtbaurat; Maximilian Donaubauer, Planen, Bauen, Umweltschutz, Landwirtschaft und Verkehr; Holger Kreye, Gebäudemanagement; Patrik Kolbe, Bildung, Sport und Kultur | Stellvertretende Sachpreisrichter:innen: Markus Pragal, Stadtrat; Andrea Vennebörger,Neubau und Erweiterungsmaßnahmen; Stefan Lehmann, Stadtplanung; Jana Drieschner, Schule und Sport | ||||| Preise und Anerkennungen: Die Ausloberin stellt für Preise und Anerkennungen einen Gesamtbetrag in Höhe von 128.900,00 EUR netto zur Verfügung. Diese Wettbewerbssumme ist auf der Basis der Kostenschätzung der Stadt Delmenhorst (Berechnungsdatum: Jan. 2025) und des § 35 der HOAI 2021 in der Fassung vom 12.11.2020 ermittelt worden. Die Aufteilung ist wie folgt vorgesehen: 1. Preis: 51.560,00 EUR; 2. Preis: 38.670,00 EUR; 3. Preis: 25.780,00 EUR; Anerkennungen: 12.890,00 EUR; Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss, eine andere Verteilung der Preis- und Anerkennungssumme vorzunehmen.
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.