Der Wettbewerb wird als einstufiger nichtoffener Realisierungswettbewerb ausgelobt. Die Wettbewerbsbeiträge bleiben bis zum Abschluss des Verfahrens nach der Entscheidung des Preisgerichts anonym. Die Bewerbungs- und Wettbewerbssprache ist Deutsch. Dem Wettbewerb schließt sich ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb gem. § 17 VgV Abs. 5 i.V.m. § 70 Abs. 2 und §80 VgV mit den Preisträgern an. Bei einstimmigem Beschluss des Preisgerichts wird die Auftragsverhandlung zuerst nur mit dem ersten Preisträger geführt. Sollte die Exklusivverhandlung mit dem ersten Preisträger scheitern, können die Verhandlungen auch mit den weiteren Preisträgern aufgenommen werden.
Die Marktgemeinde Kaisheim beabsichtigt die Neuordnung und Neugestaltung der Ortsmitte. Dabei soll die historische Keimzelle des Ortes rund um den Münsterplatz in ihrer ursprünglichen Funktion gestärkt werden und die umliegenden, repräsentativen Nutzungen mit Rathaus und Bürgersaal räumlich-funktional einbeziehen. Der öffentliche Raum in der Ortsmitte ist stark durch den ruhenden Verkehr geprägt, der insbesondere durch die Mitarbeitenden der JVA ausgelöst wird. Mangelndes Grün in Verbindung mit fehlenden attraktiven Verweilmöglichkeiten mindern die Aufenthaltsqualität zusätzlich. Ziel ist es, die Flächen im Wettbewerbsgebiet als räumliche Mitte, Treffpunkt und Visitenkarte der Marktgemeinde umzugestalten. Hierfür soll der ruhende Verkehr weitgehend aus dem öffentlichen Raum verbannt und die Erschließungsflächen weg von ihrer verkehrbetonten Gestaltung hin zu Flächen mit Aufenthaltsqualität umgestaltet werden. Es soll eine einheitliche, zusammenhängende Freiflächengestaltung entstehen, die auf die umliegenden Gebäude mit ihren öffentlichen und repräsentativen Funktionen reagiert, einen funktional-organisatorischen Zusammenhang zwischen Innen und Außen schafft und zur Belebung der Ortsmitte beiträgt. Für die aktuell stark versiegelten Flächen sollen Konzepte zur Anpassung und Stärkung der Klimaresilienz der Ortsmitte entwickelt werden. Um die Umgestaltung in strukturierten Etappen und abhängig von der finanziellen Lage der Marktgemeinde durchführen zu können, soll die Umsetzung in vier bzw. fünf Bauabschnitten erfolgen (1. BA Münsterplatz, 2. BA Abteistraße, 3. BA Thaddäusplatz, 4. BA Zunftweg, optional: 5. BA Flurstück Nr. 11). Wettbewerbsaufgabe ist also » im Realisierungsteil die freiraumplanerische Neugestaltung der Straßen- und Platzräume von Abteistraße, Münsterplatz, Thaddäusplatz und Zunftweg mit insg. ca. 8.833 m2 sowie » im Ideenteil die freiraumplanerische Neugestaltung der angrenzenden privaten Flächen in den Randbereichen mit insg. ca. 5.461 m2.
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Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.