A.) Sanierungsbereich HOH: Das Hochhaus befindet sich auf dem Gesamtgrundstück des Landratsamtes. Das Gebäude grenzt an den dreigeschossigen Flachbau des Querbaus/ Sitzungssaales, und an den viergeschossigen Pagodenbau aus den frühen 80er Jahren. Das Hochhaus wird komplett kernsaniert. Es soll den aktuellen Wärmeschutzanforderungen entsprechen und mit einer eigenen Lüftungsanlage technisch unabhängig von den benachbarten Sanierungsabschnitten sein. Auf dem Flachdach und an der Ost- und Westfassade werden jeweils PV-Anlagen installiert. Im Erdgeschoss wird der neue Haupteingang des Landratsamtes erstellt, mit Windfang, Foyer und Empfang mit Infotheke. Die barrierefreie Erschließung wird mittels Automatiktüren und einer Rampenanlage hergestellt. Auf dr Südseite werden zwei neue Müllräume hergestellt. Hier befindet sich die Anlieferung und ein Durchgang zum rückseitigen Hinterhof. In den Geschossen 2 bis 5 werden offene Bürostrukturen analog zur bereits abgeschlossenen Baumaßnahme Querbau/ Sitzungssaal (Sanierungsbereich QUB und SIS) hergestellt. Im 6.Obergeschoss soll ein neuer großzügiger Raum für hausinterne Veranstaltungen vorgesehen werden. Im rückwärtigen Bereich befinden sich die Toiletten und die Küche. Die Lüftungsanlage und die Kältegeräte werden auf der hinteren Dachterrasse aufgestellt. Die verputzten Fassadenflächen werden mit einem neuen Wärmedämmverbundsystem auf Mineralwolle-Basis ausgestattet. Die großzügigen Fensterflächen an der Ost- und Westfassade werden mit Fenster-Element-Fassaden hergestellt. Die Brüstungsbereiche werden mit dunkelgrauen PV- Elementen verkleidet. Die Glasfassade des Veranstaltungsraumes im 6.OG liegt ca.1,30 m zurück versetzt und wird mit einer Holz-Alu-Pfosten-Riegel-Fassade hergestellt. Über die Terrassenfläche führt der 2. Rettungsweg zum Fluchttreppenturm an der Südfassade. Die Fassade des Foyers im Erdgeschoss wird mit einer Pfosten-Riegel-Fassade hergestellt. Auf der extensiv begrünten Dachfläche werden aufgeständerte Photovoltaikelemente vorgesehen, die mit einem hellen Geländer gefasst werden. Das Tragwerk des Gebäudebestandes ist in Skelettbauweise mit Stahlbetonrippendecken auf Stahlbetonstützen errichtet worden. Bei der Kernsanierung wird die bestehende Struktur auf den Rohbauzustand zurückgeführt. Sämtliche Bestandsdecken werden mit einem Brandschutzputz ertüchtigt. Das Dachgeschoss wird zum Großteil abgerissen und neu errichtet. Hierfür wird eine möglichst leichte Konstruktion gewählt: - Das weit gespannte Tragwerk im Bereich des Veranstaltungsraumes wird mit einer Stahlkonstruktion hergestellt, darauf wird eine Brettsperrholzdecke gelegt. - Im Bereich des Treppenhauses und des Aufzugskernes befindet sich der aussteifende Kern des Gebäudes, der in Massivbauweise hergestellt wird. - Der rückwärtige Bereich mit den dienenden Räumen wird in Holzbauweise mit Holzständerwänden und Brettsperrholzdecken errichtet. Vom 1. bis ins 6.OG werden neue dezentrale Lüftungsanlagen mit separaten Deckenkühlgeräten installiert. Die Aussen- und Fortluft wird über Lamellengitter angeschlossen, die in die Fassaden integriert sind. Das Lüftungsgerät für das Dachgeschoss wird auf der südlichen Dachterrasse separat aufgestellt. Die Elektroausstattung wird komplett neu hergestellt. Die beiden bestehenden Aufzüge werden durch maschinenraumlose Aufzugsanlagen ersetzt. B.) Sanierungsbereich PAG: Der 4-geschossige Pagodenbau aus den frühen 80er Jahren schließt aktuell sehr heterogen an das Hochhaus an. Die abgestufte Dachlandschaft erzeugt Anschlüsse, die vor allem für den Brandschutz erhebliche Probleme verursachen. Um eine weitere Entwicklung der Pagode zu ermöglichen, ohne die Fassade des Hochhauses wieder zu verändern, wird bereits jetzt der Anschluss Pagode zu Hochhaus den Brandschutzanforderungen entsprechend umgebaut: - In einem Bereich von ca. 11 m wird die Pagode in eine einfache kubische Geometrie gebracht. - Die Sparrendächer und die abgestuften Geschosse werden zurückgebaut. - Im Abstand von 5 m zum Hochhaus wird eine Brandwand eingezogen. - Eine neue verputzte Außenwandkonstruktion wird vor die Rohbaustruktur gesetzt. - Der Anschluss an das Hochhaus wird mit einer Pfosten-Riegel-Fassade (Glasfuge) hergestellt. - Der Innenausbau der betroffenen Räume wird auf einen zeitgemäßen Standart gebracht. Alle Oberflächen und die technische Gebäudeausstattung werden neu hergestellt. Nachbarschaft Zentrale Innenstadtlage mit Kaufhaus, Stadtsparkasse, und mehrere Bauabschnitte des Landratsamtes, direkt vor dem Gebäude die zentrale Bushaltestelle der Stadtmitte
Gegenstand der Ausschreibung sind die Trinkwasser-, Schmutzwasser- und Regenwasseranlage für ein Bürogebäude. Für die vorliegende Ausschreibung sind folgende Leistungen anzubieten: - Kostengruppe 411 Abwasser- & Regenwasseranlage - Kostengruppe 412 Wasseranlagen - Kostengruppe 419 Sonstige Maßnahmen für tech. Anlagen KG 410 - Kostengruppe 494 Abbruchmaßnahmen Trinkwasseranlage: Die Sanitärinstallation wird im gesamten Gebäude erneuert. Die Trinkwasserinstallation erfolgt aus Edelstahl-Press-System. Die Haupttrinkwasserleitung wurde aufgrund ihres maroden Zustands, von Hauseinführung bis Anschlusspunkte Anbindung der Gebäude erneuert. Diese bleibt bestehen. Die Katasterpläne wurden angefragt und liegen vor. Die Sanitäranlage wird komplett erneuert, der Anschluss erfolgt an den bestehenden Trinkwasseranschluss im Untergeschoss. Eine Enthärtungsanlage für das Hochhaus haben wir auf Grund der geplanten Vinothek vorgesehen, die Versorgt aufgrund der Steigstrangführung die vorgesehenen Teeküchen. Einen klassischen Trinkwasserverteiler wird es, bezüglich besserer Durchströmung durch Nutzung, nicht geben. Jede Etage hat mindestens einen Sanitärkern, indem sich i.d.R. ein Herren- & Damen-WC, zudem im EG und 6.OG jeweils ein Behinderten-WC befindet. Die Trinkwasserleitungen zu diesen Sanitärobjekten werden durchgeschliffen und zu einem WC je Etage mit Hygienespülstation geführt. Zudem wird ein weiterer Strang für die Teeküchen vorgesehen, dieser erstreckt sich bis zum 6.Obergeschoss. Hier wird nach der letzten Entnahmestelle eine Hygienespüleinrichtung vorgesehen. Die Einzelanschlussleitungen dürfen beim Schleifen max. 3 x DN sein. Die Trinkwasserleitungen werden nach den Anforderungen des Schallschutzes nach DIN 4109 installiert. Das Rohrleitungsmaterial für die Leitungen im Untergeschoss und die Verteil-, und Steigleitungen des Trinkwassernetzes werden (nach DIN und GEG, vormals EnEV) schwitzwassergedämmt und Edelstahl Presssystem ausgeführt, bis zu den jeweiligen Abgängen in den Sanitärkernen. Die horizontale Verteilung der Rohre ab den Steigleitungsabgängen, wird mit Metallverbundrohr ausgeführt. Im Untergeschoss werden vor den Steigleitungen für Trinkwasser je ein Absperrventil vorgesehen. In jedem Sanitärkern wird mindestens ein Einrichtungsgegenstand mit einer Hygienespüleinrichtung versehen, welches Stagnationswasser bei Nichtbelegung, Urlaubszeit usw. vermeidet. Abwasseranlage: Das Abwassersystem wird aus hoch schalldämmenden Rohrleitungssystem hergestellt. Die Sammelanschlussleitungen und Einzelanschlussleitungen werden über ein schalldämmendes Muffen Rohrleitungssystem hergestellt. In dem Rohrnetz des Abwassers werden Stütz- und Dehnmuffen eingeplant für die Dehnungskompensation und Auszugsicherung. Diese sind je Etage unmittelbar auf den Abzweig oder nach maximal 4m zu setzen. Die Verbindungen sind mit dafür mit zugelassenen Verbindern oder längskraftschlüssig mittels Elektro-Muffen Schweißung bzw. Spiegelschweißung herzustellen. Die komplette Entwässerungsanlage wird nach den aktuell geltenden Normen, Richtlinie, sowie den anerkannten Regeln der Technik hergestellt. Dazu gehören unter anderem die DIN 1986-100 und die DIN EN 12056. Aufgrund der generellen Fallleitungshöhen über 10 m, müssen alle Umleitungen oder anderweitig verziehend mit 2 x 45° Bögen und Umgehungsleitungen ausgeführt werden. Zudem müssen nach DIN 1986-100 anschlussfreie Zonen beachtet werden. In Bereichen, in denen das nicht möglich ist, müssen alternative Maßnahmen nach DIN 1986-100 unternommen werden. Jeder Fallstrang der Schmutzwasserleitung wird über Dach entlüftet. Die Leitungen werden im obersten Geschoss 2 m bis zum Dach mit einer dampfdiffusionsdichten Dämmung versehen. Alle Leitungen werden körperschallentkoppelt verlegt. Die Durchführungen durch Wände und Decken mit Brandschutzanforderung werden mit geeigneten Brandschutzmanschetten ausgestattet. Das Schmutzwasser wird über innenliegende Anschluss-, Sammel- und Fallleitungen den bestehenden Grundleitungen zugeführt. Regenwasseranlage: Das Regenwasser wird innenliegend in den Bereichen zwischen den Stützen und der Fassade nach unten geführt und ebenfalls an die bestehenden Grundleitungen angeschlossen. Die Regenwasserabläufe werden bauseits durch den Architekten koordiniert. Die Regenwasserrohre werden (nach DIN EN 12056 und DIN 1986-100) mit synthetischem Kautschuk gedämmt zur Absicherung vor Tauwasserbildung. Alle Leitungen werden körperschallentkoppelt verlegt. Die Durchführungen durch Wände und Decken mit Brandschutzanforderung werden mit geeigneten Brandschutzmanschetten ausgestattet. Grundlage der Ausführung ist die DIN 1988, DIN EN 806, VDI 6023 sowie die GEG (vormals EnEV). Trinkwasserführende Leitungen in Vorwänden müssen min. mit einem 4 mm dicken Dämmschlauch aus PE geschützt werden, frei verlegte Leitungen mit min. 100 % und wenn sichtbar PVC-Ummantelt. Die Trinkwasserleitungen müssen im Sinne der DIN 4109 frei von Decken oder Mauerwerksberührungen verlegt werden, d.h. die Rohrschellen mit Gummieinlagen mit min. 8 mm Stärke (Shore-Härte 40). Die Schellen müssen schallschutzgeprüft sein und die Anforderungen an den Schallschutz bis SSt II erfüllen. Wand- und Deckendurchführungen sind mittels Schallentkopplungsmatten (2mm stark, 50 % überlappt) zu versehen.
Für diese Ausschreibung liegen keine Vergabeunterlagen vor. Die KI-gestützte Dokumentenanalyse kann nur durchgeführt werden, wenn Dokumente verfügbar sind.
Les documents de l’appel d’offres n’ont pas pu être chargés automatiquement. Vous les trouverez directement auprès du donneur d’ordre.
Nachweis eines zertifizierten ISMS für den gesamten Projektzeitraum.
Sämtliche Kernmitglieder müssen Deutschkenntnisse auf C1-Niveau nachweisen.
Mindestens drei vergleichbare Projekte in Bundes- oder Landesbehörden in den letzten 5 Jahren.